Ich frage mich manchmal, ob wir in Bezug auf uns an Amnesie leiden. Wir scheinen immer wieder zu vergessen, wer wir sind und was wir können. Oder ist das gängige Understatement dermaßen tief verwurzelt? Jedenfalls brauchen wir offenbar ab und zu einen Reset und müssen uns auf uns selbst besinnen. Das scheint nun eher ein Thema für die Adventszeit zu sein, ist es aber nicht. Es ist ein Dauerbrenner. Tatsache ist doch, wir sind unserer Ansicht nach nie gut genug, nie schön genug, nie talentiert genug, denn die Skala ist nach oben immer offen. Das bedeutet aber auch, niemand hindert uns daran, einfach weiterzuwachsen, besser, gesünder, herzlicher zu werden, aus unseren Fehlern zu lernen, unser Selbstbewusstsein weiterzuentwickeln ... Am Ende sind diese Amnesie- oder Zweifelsanfälle einfach Momente, wo wir wieder mal Anlauf nehmen, unsere geistigen Flügel ausbreiten und bewusst den Raum einnehmen, der uns entspricht. Und zwar jetzt, im Hier und Heute. Nach einer Weile brauchen wir trotzdem...
Astrologisch Unbeleckte tippen beim Wassermann auf ein Wasserzeichen. Die Symbolik leitet sich jedoch aus etwas anderem ab. Ein einziger guter Einfall oder Gedanke kann wie ein Wasserfall unsere persönliche Welt völlig auf den Kopf stellen. Er vermag starre Abläufe und Routine aufzubrechen, den Alltag aufzumischen und zu befruchten wie Ägyptens Nilüberschwemmung das Land. Nicht von ungefähr liegt dem Wassermann der Löwe, ja liegen sich überhaupt Luft- und Feuerzeichen gegenüber, da in Sachen Lebensgestaltung aller „Laster“ Anfang in der Art des Denkens liegt. Es ist buchstäblich alles möglich, was vorstellbar ist. Kann man es denken, kann es auch erschaffen werden. Was uns hingegen nicht einfällt, wird niemals Realität werden, wir kommen gar nicht auf die Idee. Unsere heißgeliebte Freiheit hängt folglich nicht davon ab, ob man uns in Ruhe lässt und wir tun und lassen können was wir wollen, wie wir fälschlicherweise oft denken. Sie ist nichts anderes als eine Entschubladisierung d...